Überweisungsgebühren in den USA und wie man sie vermeiden kann

Überweisungsgebühren in den USA und wie man sie vermeiden kann!

Wenn man aus Deutschland in die USA zieht, fällt einem ganz schnell auf, dass die amerikanische Wirtschaft, im Gegensatz zur deutschen, immer noch mit dem altmodischen Zahlungsmittel “Scheck” arbeitet. Fast alles kann und wird per Scheck bezahlt. Zum Beispiel auch die Miete oder Krankenhausrechnungen, sogar TV und Internet bezahlen viele immer noch per Scheck – und senden dafür einmal monatlich Schecks durch die Welt.

Wie mir neulich ein Bankmitarbeiter versucht hat zu erklären, wäre das viel sicherer… 😉 Das Schecks regelmäßig in der unzuverlässigen Post verloren gehen, ist dabei natürlich nur ein Problem von vielen.

Als wir hierher kamen, hatte ich über 30 Jahre lang keine Schecks mehr benutzt. Wozu auch? Überweisungen gehen viel schneller und einfacher, sind besser für die Umwelt und kosten nichts. Also wollte ich auch in den USA alles überweisen.

Das ist aber leider nicht so einfach. Zum einen gibt es wirklich Firmen, die nur Schecks akzeptieren und zum anderen bin ich fast tot umgefallen, als ich einfach mal so etwas von einem meiner Bankkonten auf ein anderes meiner Konten bei einer anderen Bank überwiesen habe. Die ausgehende Bank hatte mir nämlich $15 Gebühren berechnet, obwohl es sich um eine vollkommen normale und keine Eil-Überweisung handelte. Die eingehende Bank hatte mir dann nochmal $15 berechnet.

$30 für eine Überweisung? Ernsthaft?!

Natürlich kann man mit einem Amerikaner nicht wirklich darüber diskutieren, warum das soviel Geld kosten muss, wenn man in Deutschland nichts dafür bezahlt. Das verstehen die dann nicht so gut… 😉

Tatsächlich kann es einem sogar passieren, dass man über $60 für eine Überweisung bezahlt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass manche Banken Überweisungen immer noch mit der Pferdekutsche erledigen und auf dem Weg zur anderen Bank noch ein paar böse Buben aus dem Weg räumen müssen… 😉 Das kostet natürlich.

Überweisungsgebühren in den USA – Vergleichsliste

Dass heutzutage Computer diese Arbeit in einer Millisekunde erledigen können, wollte mir der Kundenberater bei der Bank of America einfach nicht glauben… OMG!

Es gibt in jedem Fall zwei Möglichkeiten diese unglaublichen Gebühren zu umgehen.

Erstens, man schreibt sich selbst einen Scheck und reicht ihn dann auf dem anderen (eigenen) Konto ein. Das geht mittlerweile auch recht komfortabel per App. Dafür bezahlt man in der Regel nichts oder nur sehr wenig… Ist zwar irgendwie schizophren, aber funktioniert.

Zweitens, man wechselt von einem “Basic account” zu einem “Preferred account”, dann fallen die Gebühren auch meistens weg. Dafür muss man allerdings in der Regel ein paar tausend bis zu $15.000 (bei der Bank of America Business) auf dem Konto stehen lassen. Dass man dadurch natürlich die entsprechenden Zinsen verliert, ist bei den wenigen Zinsen, die weit unter einem Prozent liegen in der Regel verschmerzbar bzw. immer noch billiger als die monatlichen Gebühren, die man ansonsten berappen müsste…

Trotzdem alles mal wieder ganz schön crazy, hier drüben in Trumpmenistan!

(Von Beileidbekundungen bitte ich abzusehen… Lieber ist es mir, wenn man einfach auf die nachfolgende Werbung klickt! 😉 )

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