GERMAN: Das Umlaute Problem!

Die US-Botschaft in Deutschland hatte entschieden, dass unser Nachname in den USA ab sofort ohne Umlaut geführt werden soll.
Wir haben uns nichts dabei gedacht und das einfach akzeptiert. Außerdem bekamen wir unser Visum erst 3 Tage vor der geplanten Abreise, weshalb wir auch nicht wirklich widersprechen wollten.

Wir wussten nicht, was wir uns damit angetan haben…

Um das etwas genauer zu erklären… heisst man z.B. “Müller” in Deutschland, ist die internationale Schreibweise (z.B. im Reisepass) “Mueller” – aus “ü” wird “ue”.

Die US-Botschaft stellte unser Visum aber auf “Muller” aus, was prinzipiell dem Originalnamen ähnlicher sieht als “Mueller”.

Das sollte man aber, wenn irgendwie möglich, verhindern!

Man sollte in jedem Fall auf die internationale Schreibweise, d.h. in diesem Fall “Mueller”, bestehen.

Der Grund warum ich das schreibe, ist schnell erklärt – z.B. steht auf deutschen Kreditkarten “Mueller”, viele deutsche Banken führen den Namen in internationaler Schreibweise also “Mueller”, auf vielen Dokumenten, die man aus Deutschland anfordert steht “Mueller” und eben nicht “Muller”.

Wenn man jetzt in den USA z.B. eine SSN beantragt, hat man das erste Problem, weil im Reisepass und auf dem Visum ein anderer Name steht. Dieses Problem ist dort aber bekannt und wird relativ einfach gelöst. Man hat dann eben einen aktuellen Namen und einen früheren Namen.

Allerdings fangen die Problem an, wenn man z.B. einen Mietvertrag unterschreiben möchte und die Credit Score Gesellschaften Erkundigungen einholen wollen. “Müller” ist eben nicht gleich “Muller”, sondern “Mueller”.
Die Gesellschaften suchen dann nach Informationen über “Muller”, obwohl auf vielen Dokumenten “Mueller” steht und vermuten relativ schnell das hier etwas nicht stimmt. So wurde bei uns beinahe ein Mietvertrag abgelehnt, weil die Credit Score Gesellschaft einen Betrug vermutet hat.

Außerdem steht auf den deutschen Kreditkarten, die man am Anfang in den USA verwenden muss, weil man erstmal keine amerikanische Kreditkarte bekommt, auch der internationale Name “Mueller”. Man kommt dadurch immer wieder in Erklärungsnot… woher kommt das “e”? Heissen Sie jetzt “Mueller” oder “Muller”??

Bei der Anmeldung unserer Kinder in der Schule mussten wir einen “notarized letter” vorlegen, der bestätigen sollte wo wir wohnen. Dieses Dokument wurde aber auf unseren internationalen Namen ausgestellt (“Mueller”) und wurde dann von der Schule abgelehnt. “Sie heissen doch “Muller”, das muss dann auch hier so stehen!”

Unsere Email beinhaltet z.B den Namen “Mueller” – obwohl wir in den USA jetzt “Muller” heissen. Also werden wir laufend gefragt was denn das “e” da soll oder die Email-Adresse wird einfach nicht korrekt eingetragen…

Bei den Fluggesellschaften wird besonderer Wert auf die Eintragung des korrekten Namen gelegt. Was trage ich jetzt in eine Online-Buchung für einen Flug nach Deutschland ein? “Müller, “Mueller” oder “Muller”?
Übrigens funktioniert die Eintragung von “Müller” nicht, wenn man dann eine amerikanische Kreditkarte mit dem amerikanischen Namen “Muller hat – oder einen deutschen Account (“Mueller”) bei der Lufthansa und mit der amerikanischen Karte (“Muller”) bezahlen möchte. In diesem Fall wird die Karte abgelehnt…

Und so weiter und so so fort… eine kleine Ursache mit ziemlich großer Wirkung!

In jedem Fall kann ich jedem nur empfehlen auf seinen internationalen Namen bei der Vergabe der Visa zu bestehen, das macht vieles später deutlich einfacher!

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