GERMAN: Elektrogeräte mit in die USA nehmen?

Wenn man in die USA auswandert, stellt man sich zwangsläufig die Frage:

Was sollte man mitnehmen und was nicht?

Diese Frage kann zwangsläufig nur individuell beantwortet werden!

Besitzen Sie viele Dinge an denen ihr Herz hängt oder auf die Sie in keinem Fall verzichten möchten, werden Sie sehr wahrscheinlich darüber nachdenken diese Dinge mit zu nehmen.

Um abzuschätzen ob Sie ihr Hab und Gut in einem Container oder besser in einer billigeren und kleineren Move-Box befördern können, sollten Sie einen Fachmann von einem Umzugsunternehmen zu sich nach Hause einladen. Das verpflichtet Sie zu nichts und danach sind Sie in jedem Fall schlauer.

Wie viel das Ganze ungefähr kosten würde, können Sie sich z.B. hier berechnen lassen: Umzugsrechner.

Einen Computer kann man durchaus auch per Luftfracht mit der Post verschicken, entsprechend versichert versteht sich!

Insgesamt gesehen, gibt es so einiges zu beachten. Z.B. passt europäische Bettwäsche nicht unbedingt mit amerikanischen Betten und Bettdecken zusammen, weil sich die Größen unterscheiden und Daunenbettwäsche eher selten benutzt wird. (Siehe http://www.deutscheindenusa.com/amerikanische-bettengroessen/)

Elektrogeräte (Fernseher, Stereoanlage, Waschmaschine, Kaffeautomat, usw.) sind dabei ein heikles Thema: Amerikanische Steckdosen sehen anders aus als die deutschen und liefern 110 V / 60 Hz.

Viele europäische Geräte lassen sich daran nicht betreiben. (Ob oder ob nicht steht meistens auf dem Gerät, direkt beim Netzstecker.) Allerdings kann man problemlos und relativ günstig, sogenannte Spannungswandler (Voltage Converter) in den USA kaufen – z.B. hier http://www.voltageconverters.com.

Für Kleingeräte wie z.B. einen Fön oder Lampen, die nur mit 220 Volt funktionieren, lohnt sich das natürlich in keinem Fall. Einen Fön bekommt man garantiert billiger im nächsten Warenhaus, als einen Konverter der für 1-2000 Watt geeignet ist.

Für eine teure Stereoanlage oder einen teuren Fernseher macht das aber durchaus Sinn. Allerdings muss der Fernseher die amerikanische Fernsehnorm NTSC beherrschen, was mittlerweile aber für die meisten Geräte kein Problem darstellt.

Unterm Strich ist das Ganze also eine sehr individuelle Entscheidung.

Ein Container wird mit Versicherung und Gebühren wahrscheinlich um die 8-10.000 Euro (2012) kosten.

Dafür kann man mit Sicherheit keine komplette Wohnungseinrichtung kaufen, außer man ist Student… 😉 Allerdings ist es möglicherweise auch ein sehr angenehmes Gefühl, in einem neuen Land mit möglichst wenig Ballast neu anzufangen.

Wenn man aber einen Hausstand in die USA transportiert, der beim Neukauf 30.000 Euro kosten würde, hat man trotz der Containerkosten 20.000 Euro Neuanschaffungskosten gespart.

Geld, das man möglicherweise gerade am Anfang auch gut für andere Dinge verwenden kann… 😉

 

Anmerkung: In diversen Foren liest man, dass es in jedem amerikanischen Haushalt in der Küche auch 220-240 Volt /60 Hz geben soll, die man dann angeblich problemlos im Haus verlegen lassen könnte. Ob das in New Yorker Wohnungen auch so ist, werden wir demnächst berichten…

Update: Nein, in unserer New Yorker Wohnung, die sich in einem der besten Gebäude der Stadt befindet, gibt es keine 220 Volt! Also am Besten vorher informieren. Allerdings habe ich jetzt so einige amerikanische Küchen gesehen und noch nie einen 220 Volt Anschluß.

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